Windgutachter:in

oder wissen, wo der richtige Wind weht

Ziemlich an Anfang eines jeden Windkraftprojektes nehmen Windgutachter:innen ihre Arbeit auf. Sie ermitteln, ob genug Wind weht, um ein Projekt am geplanten Standort wirtschaftlich zu betreiben. Dies wollen nicht nur die künftigen Betreiber:innen der Anlage wissen, sondern auch die finanzierende Bank. Windgutachter:innen beziehen ihre Daten meist von Messemasten weltweit und ziehen auch die Leistungskurven der Windenergieanlagen zur Berechnung heran. Daraus werden im Auftrag der Investoren Ertrags- und Turbulenzgutachten erstellt, die Auskunft über den zu erwartenden Energieertrag am geplanten Standort geben. Darüber hinaus erstellen sie Gutachten zu Lärmemissionen oder Schattenwurf.

Aufgaben

Die Windgutachten sind eine der entscheidenden Faktoren in jedem Windkraftprojekt. Je präziser diese ausfallen, umso besser ermöglichen sie Anlagentyp, Nabenhöhe und Standort optimal auswählen zu können. Es ist also ein Job mit viel Verantwortung. Da es keine „Musterprojekte“ gibt, sondern jedes Projekt mit seinen Anforderungen und Gegebenheiten individuell ist, gestaltet sich die Arbeitswelt von Windgutachter:innen abwechslungsreich und vielfältig. Oft sind diese auch vor Ort, um zum Beispiel die strömungsrelevanten Daten zu ermitteln.

Ausbildung

Der Beruf von Windgutachter:innen ist kein eigenständiges Studium, sondern die Qualifizierung wird durch Weiterbildung und „on the Job“ erworben.

Voraussetzung

Ein gutes physikalisch-mathematisches Verständnis ist dabei eine Grundvoraussetzung. Daher sind Physiker:innen gut geeignet, aber auch viele Meteorolog:innen sind als Windgutachter:innen tätig.